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Archival Memories

Archival Memories ist eine Kennenlernübung zu zweit, bei der jede Person bis zum ältesten Bild in der Fotogalerie ihres Handys zurückscrollt und der Partnerin oder dem Partner die Geschichte dahinter erzählt. Die Übung wird Mark Collard von playmeo zugeschrieben. Weil das Bild einfach dasjenige ist, das zufällig als erstes gespeichert wurde, teilen die Teilnehmenden etwas Echtes, ohne entscheiden zu müssen, was sie preisgeben.

Dauer
5m–15m
Gruppengröße
2+ people
Material
Ein Smartphone pro Person

Moderationsablauf

  1. 1

    Bildet Paare, erkläre die Aufgabe und erwähne, dass man das nächste Foto nehmen darf, wenn das erste zu privat ist.

    2 Min.
  2. 2

    Alle scrollen zu ihrem frühesten gespeicherten Foto.

    1 Min.
  3. 3

    Die erste Person zeigt das Foto und erzählt seine Geschichte.

    3 Min.
  4. 4

    Wechsel: Die zweite Person zeigt und erzählt.

    3 Min.
  5. 5

    Optionale zweite Runde mit neuen Partner:innen oder einer anderen Aufgabe, danach ein kurzes Wort von ein oder zwei Freiwilligen im Plenum.

    5 Min.

Tipps

  • Sag, bevor die Leute zu scrollen beginnen, dass jede:r zum nächsten Foto weitergehen darf, wenn das erste privat oder schmerzhaft ist; alte Fotos können frühere Partner:innen oder Verstorbene zeigen.

  • Gib ein klares Signal für den Sprecherwechsel, denn die erste Geschichte nimmt gern die ganze Zeit ein.

  • Plane eine Minute fürs Scrollen ein, weil manche Galerien viele Jahre zurückreichen.

Typische Stolperfallen

  • Keine Erlaubnis geben, ein Foto zu überspringen: Jemand wird mit einem schmerzhaften oder intimen Bild konfrontiert und erzählt entweder mehr, als ihm lieb ist, oder macht dicht

  • Den Wechsel nicht ansagen: Die erste Person verbraucht die ganze Zeit, und die zweite bekommt dreißig Sekunden

  • Die Teilnehmenden bitten, ihre Handys herumzureichen: Andere scrollen weiter als beabsichtigt, und die Privatsphäre wird verletzt

  • Jede Geschichte im Plenum wiedergeben lassen: Aus einem kurzen Austausch zu zweit wird eine lange Runde, und die Geschichten verlieren ihre Vertrautheit

  • Davon ausgehen, dass alle eine lange Fotohistorie haben: Wer ein neues Handy hat, fühlt sich ausgeschlossen, wenn du keine Alternative anbietest

Variationen

Für weitere Runden kannst du eigene Aufgaben stellen, etwa das neueste Foto oder ein Foto, das die Person zum Lächeln bringt. Online schickst du Paare in Breakout-Räume und lässt die Teilnehmenden das Handy in die Kamera halten oder das Bild einfach beschreiben. In einem sehr kleinen Team lässt du die Paare weg, und jede Person erzählt eine Minute lang vor der ganzen Gruppe. Wer kein Handy oder ein neues Gerät hat, kann ein frühes Foto beschreiben, an das er oder sie sich erinnert.

Einsatzbereiche

Kennenlernen in neuen TeamsRemote- oder Hybrid-Check-in in Breakout-RäumenAuftakt eines Team-OffsitesWarm-up vor einer Storytelling-SessionMenschen mischen, die sich noch nicht begegnet sind

Wann einsetzen

  • Ein neues Team oder eine gemischte Gruppe braucht ein erstes persönliches Gespräch, und du hast kein Material dabei

  • Die Teilnehmenden sind zurückhaltend, und ein konkreter Gegenstand als Gesprächsanlass macht das Erzählen leichter als eine offene Frage

  • Eine Remote-Session, in der Breakout-Paare einen Impuls brauchen, der ohne Vorbereitung funktioniert

  • Der Beginn einer Session über Storytelling, Erinnerung oder Teamgeschichte

  • Du brauchst einen Lückenfüller von ein paar Minuten, der trotzdem echten Kontakt herstellt

Wann nicht einsetzen

  • Handys sind nicht erlaubt oder werden nicht mitgeführt, zum Beispiel in Sicherheitsbereichen oder manchen Produktionsumgebungen; nutze stattdessen Check-in-Fragen

  • Viele Teilnehmende nutzen Firmenhandys, auf denen nur Arbeitsfotos liegen, was dünne Geschichten ergibt; ein Photo Check-In mit einem vorbereiteten Bilderset funktioniert besser

  • Die Gruppe sitzt in einem förmlichen ersten Treffen mit Kund:innen, in dem das Zeigen privater Fotos aufdringlich wirken würde

  • Du möchtest die Stimmung oder die Erwartungen an die Session abfragen; dafür ist der Photo Check-In gemacht

  • Menschen trauern oder der Kontext ist emotional aufgeladen; ein unerwartetes altes Foto kann dann hart treffen

Ähnliche Methoden

Häufig gestellte Fragen

Was ist Archival Memories?▾

Archival Memories ist ein Icebreaker zu zweit, der Mark Collard von playmeo zugeschrieben wird. Jede Person sucht das älteste Foto heraus, das auf ihrem Smartphone gespeichert ist, und erzählt der Partnerin oder dem Partner die Geschichte dahinter. Die Übung braucht keine Vorbereitung und dauert ein paar Minuten pro Paarung.

Wie lange dauert Archival Memories?▾

Rechne mit zwei bis fünf Minuten pro Paarung plus einer Minute fürs Scrollen. Eine Runde mit Anleitung passt in etwa fünf Minuten; zwei oder drei Runden mit neuen Partner:innen dauern bis zu fünfzehn.

Was, wenn das älteste Foto von jemandem privat ist?▾

Sag der Gruppe zu Beginn, dass sie zum nächsten Foto weitergehen dürfen oder zum ersten, das sie gern zeigen. Es geht um die Geschichte, nicht um genau dieses Bild, also sollte sich niemand verpflichtet fühlen, ein Bild zu erklären, das er oder sie lieber für sich behalten möchte.

Funktioniert es in Remote-Meetings?▾

Ja. Schicke die Teilnehmenden zu zweit oder zu dritt in Breakout-Räume und lass sie das Handy in die Kamera halten oder das Foto beschreiben. Das ist eine gute Verwendung für Breakout-Räume, weil die Aufgabe weder einen geteilten Bildschirm noch ein Tool braucht.

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Method descriptions on Workshop Weaver are original content written by our team, based on established facilitation practices. This method was inspired by work from Mark Collard, playmeo.