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Systemische Aufstellungen

Systemische Aufstellungen ist eine somatische und räumliche Facilitation-Methode, bei der Teilnehmende sich physisch positionieren — oder Objekte und Symbole verwenden — um die Beziehungen, Dynamiken und Spannungen innerhalb eines Teams, einer Organisation oder eines Systems darzustellen. Abgeleitet von den Familienaufstellungen (Bert Hellinger) und für den organisatorischen Einsatz angepasst, macht sie unsichtbare Systemdynamiken im dreidimensionalen Raum sichtbar. Besonders wirkungsvoll, um strukturelle Spannungen zu offenbaren, die in verbalen Diskussionen schwer zu erreichen sind.

Dauer
30m–2h
Gruppengröße
6–40 people
Material
Floor tape or markers, Role cards (optional), Sufficient open floor space
Quelle
Workshop Weaver

So geht's

  1. 1

    Bereite den Raum vor: Räume den Boden von Möbeln frei, damit genug Platz für die Teilnehmenden ist, um sich frei zu bewegen und zu positionieren.

  2. 2

    Führe die Methode ein: Erkläre, dass die Teilnehmenden ihre Körper im Raum nutzen werden, um ein Thema darzustellen (z.B. 'die Beziehung unseres Teams zur neuen Strategie', 'wie wir Entscheidungsbefugnis erleben').

  3. 3

    Definiere die Elemente, die platziert werden sollen: das können Rollen (Produkt / Technik / Vertrieb), Kräfte (Kunden Druck / interner Widerstand) oder Personen (Teammitglieder, Führungskräfte, wichtige Stakeholder) sein.

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    Bitte einen Teilnehmenden (den 'Bildhauer'), andere Teilnehmende im Raum still zu platzieren — jede Person repräsentiert ein Element. Der Bildhauer positioniert die Personen basierend auf dem gefühlten Eindruck: Nähe = Verbundenheit, Blickrichtung = Aufmerksamkeit/Vermeidung, Distanz = Trennung.

  5. 5

    Sobald sie platziert sind, lade jede Person ein, kurz von ihrer Position zu sprechen: 'Wie fĂĽhlt es sich an, hier zu stehen? Was nimmst du wahr?'

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    Frage den Bildhauer und die Beobachtenden: 'Was sagt uns dieses Bild? Was fällt auf? Was fehlt?'

  7. 7

    Experimentiere mit Bewegung: 'Was würde sich ändern, wenn [Person/Rolle] näher käme? Lass es uns ausprobieren — was verändert sich?'

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    Schließe mit einer Nachbesprechung: Was haben wir über unser System gelernt? Was wäre eine Sache, die wir ändern möchten?

Tipps

  • Diese Methode erfordert eine starke Präsenz der Facilitator:in — Teilnehmende können sich exponiert oder emotional aktiviert fĂĽhlen. Stelle vor Beginn klare psychologische Sicherheit her.

  • Beruhige die Menschen: Sie repräsentieren Rollen oder Kräfte, nicht Individuen. Trenne die Rolle von der Person.

  • Nicht jede Aufstellung muss im Raum 'fixiert' werden — manchmal kommt die Einsicht allein durch das Sehen des Bildes.

  • Erlaube Stille während der Platzierungsphase — der Bildhauer sollte intuitiv arbeiten, nicht analytisch.

  • Vermeide Ăśberinterpretationen. Biete Beobachtungen als Fragen an: 'Ich bemerke, dass X sich abwendet — was bedeutet das fĂĽr dich?'

  • FĂĽr verteilte/remote Teams nutze ein digitales Whiteboard mit Avatar-Icons oder Fotos, die auf einer gemeinsamen Leinwand platziert werden.

Variationen

Objektaufstellungen: Verwende kleine Objekte (Tassen, Steine, Figuren) auf einem Tisch anstelle von Körpern — niedrigere Hemmschwelle, funktioniert in kleineren Räumen. Reines Soziogramm: Bitte jede Person, sich in Bezug auf eine zentrale Frage zu positionieren ('steh näher, wenn du dich gehört fühlst, weiter weg, wenn du dich nicht gehört fühlst') — gut für die Teamgesundheit. Rollenwechsel: Nach dem ersten Bild lade die Menschen ein, die Positionen zu tauschen und aus der neuen Rolle zu sprechen.

Einsatzbereiche

Workshops zur OrganisationsgestaltungModeration von TeamkonfliktenChange ManagementFührungskräfteentwicklungStakeholder-MappingKulturarbeit

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Method descriptions on Workshop Weaver are original content written by our team, based on established facilitation practices.

Systemische Aufstellungen — Facilitation Method | Workshop Weaver