Wardley Map showing components positioned by visibility and evolution from Genesis to Commodity
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Wardley Mapping

Wardley Mapping wurde von Simon Wardley entwickelt, einem ehemaligen CEO, der die Technik entwickelte, um zu verstehen, warum IT-Strategie so schwer gut zu gestalten ist. Seit etwa 2005 als Open-Source-Material veröffentlicht und durch jahrelange Praxis verfeinert, ist eine Wardley Map eine visuelle Darstellung der Landschaft, in der ein Unternehmen operiert. Sie zeigt die Komponenten, die benötigt werden, um ein Nutzerbedürfnis zu erfüllen, deren Beziehungen und deren Entwicklungsstadium. Die x-Achse einer Wardley Map repräsentiert die Evolution: von Genesis (neu, unsicher, hohe Differenzierung) über Maßanfertigung und Produkt/Miete bis hin zu Commodity/Utility (standardisiert, gut verstanden, undifferenziert). Die y-Achse zeigt die Sichtbarkeit für den Endnutzer, von hochsichtbaren Nutzerbedürfnissen oben bis zu Infrastrukturkomponenten unten. Das Abbilden von Komponenten auf dieser Landschaft offenbart strategische Einsichten, die bei traditioneller Analyse unsichtbar bleiben: Wo machen Wettbewerber etwas zur Commodity, das wir als Differenzierungsquelle behandeln? Wo sollten wir bauen, kaufen oder als Dienstleistung konsumieren? Wo ist eine Disruption des Ökosystems absehbar? Wardley Mapping ist anspruchsvoll – es braucht Zeit zum Lernen und das Facilitieren einer ersten Sitzung erfordert Geduld. Aber für Technologie-Strategie, Plattformentscheidungen und Wettbewerbspositionierung in schnelllebigen Märkten gibt es nichts Vergleichbares in Klarheit oder Tiefe.

Dauer
2h–6h
Gruppengröße
3–12 people
Material
Großes Whiteboard oder Papier, Klebezettel, Marker…
CCBY-SA 4.0

So geht's

  1. 1

    Anker am Nutzerbedürfnis: Schreibe das primäre Nutzerbedürfnis, das du bedienst, oben in die Mitte der Karte. Das ist dein Nordstern – jede Komponente auf der Karte muss letztlich diesem Bedürfnis dienen.

  2. 2

    Erstelle die Wertschöpfungskette: Arbeite vom Nutzerbedürfnis nach unten und identifiziere jede Komponente, die zu dessen Erfüllung nötig ist. Beziehe sichtbare Komponenten (was Nutzer erleben) und unsichtbare (Infrastruktur, Daten, Prozesse) ein.

  3. 3

    Zeichne Abhängigkeiten: Verbinde Komponenten mit Pfeilen, die Abhängigkeitsbeziehungen zeigen – A hängt von B ab. Dies schafft eine Kette vom Nutzerbedürfnis hinunter zu unterstützenden Komponenten.

  4. 4

    Karte die Evolution: Beurteile für jede Komponente ihr Entwicklungsstadium – Genesis (neue Experimente), Maßanfertigung (für spezifische Bedürfnisse gebaut), Produkt (verpackt, vom Anbieter bereitgestellt) oder Commodity (Dienstleistung, Infrastruktur). Platziere die Komponenten entsprechend auf der x-Achse.

  5. 5

    Überprüfe die Karte: Suche nach Komponenten, die du als Differenzierer behandelst, die aber tatsächlich Commodities sind. Suche nach Abhängigkeiten von Komponenten, die sich schnell entwickeln.

  6. 6

    Identifiziere strategische Schritte: Wo solltest du bauen (Genesis/MaĂźanfertigung)? Wo solltest du kaufen oder Partnerschaften eingehen (Produkt)? Wo solltest du als Dienstleistung konsumieren (Commodity)? Markiere dies auf der Karte.

  7. 7

    Antizipiere Bewegungen: Wo werden sich Schlüsselkomponenten in den nächsten 2–3 Jahren entwickeln? Zeichne ihre zukünftige Position. Was bedeutet das für Wettbewerber und deine eigenen Fähigkeiten?

  8. 8

    Erzeuge strategische Optionen: Diskutiere Doktrin (konsistente Prinzipien unabhängig von der Position), Klima (Muster, auf die alle reagieren müssen) und kontextspezifische Schritte, die einzigartig für deine Situation sind.

Tipps

  • Erste Wardley Maps sind immer chaotisch – akzeptiere das.

  • Die Karte ist ein Denkinstrument, kein Endprodukt.

  • Widerstehe dem Drang, sie visuell perfekt zu machen, bevor das strategische Denken abgeschlossen ist.

  • Beginne mit einem engen Fokus: ein NutzerbedĂĽrfnis, eine Produktlinie.

  • Die Evolutionsachse ist der schwierigste Teil: Die meisten Teams unterschätzen, wie viele ihrer 'maĂźgeschneiderten' Komponenten tatsächlich zu Commodities werden.

  • Nutze Simon Wardleys kostenloses Online-Buch als Vorab-LektĂĽre fĂĽr die Teilnehmenden.

Variationen

Führe ein 'Competitive Wardley' durch, indem du die Wertschöpfungskette eines Wettbewerbers neben deiner eigenen abbildest, um Asymmetrien zu identifizieren. Nutze Wardley Mapping als Entscheidungsrahmen für Plattformstrategien im Hinblick auf Bauen/Kaufen/Partnerschaften.

Einsatzbereiche

Technologie-Strategie-WorkshopsPlattform- und Ă–kosystemstrategieEntscheidungen zwischen Bauen, Kaufen oder PartnerschaftenPlanung der digitalen TransformationWettbewerbspositionierung von Startups

Häufig gestellte Fragen

Wann sollte ich Wardley Mapping einsetzen?â–ľ

Setze Wardley Mapping ein, wenn du Folgendes erreichen möchtest:: Technologie-Strategie-Workshops; Plattform- und Ökosystemstrategie; Entscheidungen zwischen Bauen, Kaufen oder Partnerschaften; Planung der digitalen Transformation; Wettbewerbspositionierung von Startups.

Wie lange dauert Wardley Mapping?â–ľ

Wardley Mapping dauert typischerweise 120–360 Minuten.

FĂĽr wie viele Teilnehmer eignet sich Wardley Mapping?â–ľ

Wardley Mapping eignet sich am besten für Gruppen von 3–12 Personen.

Welche Materialien brauche ich fĂĽr Wardley Mapping?â–ľ

Für Wardley Mapping benötigst du: Großes Whiteboard oder Papier, Klebezettel, Marker, Wardley Mapping Vorlage (optional), Vorab-Lektüre: 'Wardley Maps' von Simon Wardley (kostenlos online).

Wie schwierig ist es, Wardley Mapping zu facilitieren?â–ľ

Wardley Mapping ist als fortgeschritten eingestuft — am besten von erfahrenen Workshop-Leitern facilitiert.

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Method descriptions on Workshop Weaver are original content written by our team, based on established facilitation practices. This method was inspired by work from Simon Wardley, 'Wardley Maps' (2005–present, open-source). Licensed under CC BY-SA 4.0.

Wardley Mapping — Facilitation Method | Workshop Weaver