Schnelles Prototyping
Eine Design-Thinking-Praxis, bei der schnelle, grobe, niedrig-fidelity Darstellungen von Ideen erstellt werden, um sie testbar zu machen, bevor in die tatsächliche Entwicklung investiert wird. Prototypen müssen nicht funktionieren – sie müssen gut genug sein, um eine Reaktion von echten Nutzenden zu erzeugen. Das Prinzip: Baue in 2 Stunden etwas, das 2 Monate in der ordentlichen Entwicklung dauern würde, und lerne, ob es sich überhaupt lohnt, es zu bauen.
So geht's
- 1
Definiere, was du aus dem Prototyp lernen möchtest. Welche Entscheidung wird dir dieser Prototyp helfen zu treffen?
- 2
Baue die einfachste mögliche Darstellung der Idee: Papierbildschirme, Pappmodelle, Rollenspiele für Dienstleistungs-Skripte.
- 3
Begrenze die Bauphase strikt (30–60 Minuten). Perfekt ist der Feind des Nützlichen.
- 4
Teste mit 3–5 echten Nutzenden. Zeige, erkläre nicht: lass sie mit dem Prototyp interagieren.
- 5
Beobachte, wo sie verwirrt, ĂĽberrascht oder begeistert sind. Frage 'Was hast du erwartet?' nicht 'Ist das gut?'
- 6
Iteriere: Ändere den Prototyp basierend auf dem, was du gelernt hast. Führe eine weitere Runde durch, wenn nötig.
- 7
Treffe eine Go/No-Go-Entscheidung basierend auf dem, was du beobachtet hast.
Tipps
Die Aufgabe der Facilitator:in ist es, Ăśberengineering zu verhindern.
Wenn jemand anfängt, sich um Details zu sorgen, die echte Nutzende nicht sehen werden, leite um: 'Was ist das Minimum, um diese Idee zu testen?' Ein Prototyp, der starke Reaktionen (positiv oder negativ) hervorruft, ist ein guter Prototyp.
Variationen
Führe ein 'Prototypen-Rodeo' durch: Mehrere Teams bauen verschiedene Versionen derselben Idee, präsentieren und testen dann. Nutze digitale Prototyping-Tools (Figma, Marvel) für bildschirmbasierte Produkte, wenn Bastelmaterialien zu weit von der Realität entfernt erscheinen.
Einsatzbereiche
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