Jobs to Be Done
Jobs to Be Done (JTBD) ist ein strategisches Framework, das von Clayton Christensen entwickelt wurde und die Sichtweise auf Kunden verändert: Anstatt sich auf demografische Daten zu konzentrieren, steht der 'Job' im Mittelpunkt, den ein Kunde mit einem Produkt oder einer Dienstleistung erledigen möchte. Ein 'Job' ist ein Problem oder Ziel, das der Kunde in einer bestimmten Situation hat – funktionale, emotionale und soziale Dimensionen spielen dabei eine Rolle. In einem Workshop-Kontext verändert JTBD die Perspektive des Teams von 'Was bauen wir?' zu 'Welchen Fortschritt möchte der Kunde erzielen?' Dies verhindert eine Fixierung auf Features und richtet die Strategie neu auf die tatsächliche Kundenmotivation aus. Teams erstellen Job-Statements mit der Formel: 'Wenn ich [Situation], möchte ich [Motivation], damit ich [Ergebnis].' Das Framework ist besonders wirkungsvoll vor Produktstrategie-Sitzungen, bei der Positionierung oder wenn ein Unternehmen unerwartet von Wettbewerbern überholt wird.
So geht's
- 1
Setze den Kontext: Erkläre, dass JTBD darauf abzielt, welchen 'Job' Kunden mit deinem Produkt erledigen möchten, nicht wer sie sind.
- 2
Teile Zitate aus Kundeninterviews oder Forschungsnotizen. Wenn keine vorhanden sind, fĂĽhre zuerst eine schnelle Empathie-Mapping-Ăśbung durch.
- 3
Identifiziere die 3-5 wichtigsten Jobs, die Kunden mit deinem Produkt oder in deinem Problemfeld erledigen möchten.
- 4
Schreibe für jeden Job ein strukturiertes Job-Statement: 'Wenn [Situation], möchte ich [Motivation], damit ich [gewünschtes Ergebnis].'
- 5
Bewerte jeden Job auf zwei Achsen: Wichtigkeit (wie oft/dringend benötigen Kunden dies?) und Zufriedenheit (wie gut bedienen bestehende Lösungen diesen Job?). Unterversorgte Jobs sind deine Chancenräume.
- 6
Diskutiere die Implikationen: Welche Jobs sollte deine Strategie priorisieren? Welche ignorierst oder unterversorgst du derzeit?
- 7
Skizziere, wie deine aktuelle Produkt-Roadmap oder Strategie die wichtigsten Jobs adressiert – oder nicht adressiert.
- 8
Einigt euch auf 2-3 strategische Prioritäten basierend auf den wichtigsten, unterversorgten Jobs.
Tipps
Lass die Teams nicht in die Falle tappen, Jobs mit Produktfeatures zu beschreiben.
'Ich möchte ein Meeting planen' ist eine Aufgabe, kein Job.
Gehe tiefer: 'Wenn ich mit entfernten Kollegen koordiniere, möchte ich schnell abstimmen, damit ich das Projekt am Laufen halten kann.' Funktionale Jobs sind leicht zu finden – suche auch nach emotionalen und sozialen Jobs.
Variationen
Kombiniere mit dem Value Proposition Canvas, um die Ausrichtung von Job und Wert zu kartieren. Verwende 'Job Stories' anstelle von User Stories in der Produktplanung. FĂĽhre ein 'Job Safari' durch, bei dem Teams Kunden im Kontext beobachten, bevor der Workshop beginnt.
Einsatzbereiche
Häufig gestellte Fragen
Wann sollte ich Jobs to Be Done einsetzen?â–ľ
Setze Jobs to Be Done ein, wenn du Folgendes erreichen möchtest:: Produktstrategie und Roadmap-Priorisierung; Marktpositionierung und Messaging; Entwicklung neuer Produktkonzepte; Neugestaltung der Kundensegmentierung; Strategie zur Differenzierung von Wettbewerbern.
Wie lange dauert Jobs to Be Done?â–ľ
Jobs to Be Done dauert typischerweise 60–120 Minuten.
FĂĽr wie viele Teilnehmer eignet sich Jobs to Be Done?â–ľ
Jobs to Be Done eignet sich am besten für Gruppen von 3–12 Personen.
Welche Materialien brauche ich fĂĽr Jobs to Be Done?â–ľ
Für Jobs to Be Done benötigst du: JTBD-Canvas-Vorlage, Klebezettel, Marker, Aufzeichnungen oder Notizen von Kundeninterviews.
Wie schwierig ist es, Jobs to Be Done zu facilitieren?â–ľ
Jobs to Be Done ist als mittelschwer eingestuft — etwas Facilitation-Erfahrung ist hilfreich.
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Kostenlos testenMethod descriptions on Workshop Weaver are original content written by our team, based on established facilitation practices. This method was inspired by work from Clayton Christensen (Harvard Business School, 2003); popularisiert von Tony Ulwick und Bob Moesta.