Nachbesprechung
Die Nachbesprechung, entwickelt von der US-Armee, ist eine strukturierte Nachbesprechung, die unmittelbar nach einem Projekt, Ereignis oder Vorfall durchgeführt wird. Sie nutzt vier Fragen: Was sollte passieren? Was ist tatsächlich passiert? Warum gab es Unterschiede? Was werden wir beim nächsten Mal anders machen? Die Unmittelbarkeit und Struktur machen sie zu einem der effektivsten Lernwerkzeuge in leistungsstarken Organisationen.
So geht's
- 1
Versammle das Team so schnell wie möglich nach dem Ereignis (wenn möglich innerhalb von 24 Stunden).
- 2
Frage 1: 'Was sollte passieren?' ĂśberprĂĽfe den ursprĂĽnglichen Plan, die Ziele und Erwartungen.
- 3
Frage 2: 'Was ist tatsächlich passiert?' Erstelle einen sachlichen, chronologischen Bericht über die Ereignisse. Keine Schuldzuweisungen.
- 4
Frage 3: 'Warum gab es Unterschiede?' Analysiere die Lücke zwischen Plan und Realität. Konzentriere dich auf systemische Ursachen, nicht auf individuelle Fehler.
- 5
Frage 4: 'Was werden wir beim nächsten Mal anders machen?' Generiere konkrete, umsetzbare Empfehlungen.
- 6
Dokumentiere die Ergebnisse und teile sie mit relevanten Stakeholdern.
Tipps
Die Aufgabe der Facilitator:in ist es, die 'Keine Schuld'-Norm zu schĂĽtzen.
Wenn die Nachbesprechung in Schuldzuweisungen abdriftet, leite zur systemischen Analyse zurĂĽck.
Führe sie sofort durch, während die Erinnerungen frisch sind – Nachbesprechungen, die Wochen später stattfinden, verlieren den Großteil ihres Wertes.
Variationen
Führe eine 'Vorbesprechung' vor einem risikobehafteten Ereignis durch: 'Was wollen wir erreichen? Welche Herausforderungen könnten auf uns zukommen? Was können wir aus vergangenen Erfahrungen lernen?' Kombiniere sie mit den Fünf Warum für tiefere Ursachenanalysen.
Einsatzbereiche
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